Initiative der Reiner Lemoine-Stiftung „Energiewende braucht Kohle-Ende“

Energiewende braucht Kohle-Ende

„Energiewende braucht Kohle-Ende“ – Auf Initiative der Reiner Lemoine-Stiftung setzen sich über 80 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner für einen beschleunigten Ausstieg aus der Kohleverstromung ein. Die Forderungen sind unter anderem am 29. September 2018 in einer Anzeige in der Süddeutschen Zeitung erschienen.

Der Hambacher Forst entwickelt sich zum Sinnbild des gesellschaftlichen Widerstands gegen eine fossile Energieversorgung in Deutschland. Die Bewegung ist getragen von der Erkenntnis, dass wir auf die Braunkohleverstromung verzichten können. Und müssen. Die Klimaziele 2020 sind mit einer umgehenden Stilllegung und Drosselung von Kohlekraftwerken noch zu erreichen – ohne damit die Versorgungssicherheit zu gefährden.

Hintergrund: Studien zu den Klimazielen und dem Ausstieg aus der Kohleverstromung

Deutschland droht nach Einschätzung der Bundesregierung die Klimaziele für 2020 zu verfehlen. Hintergrund ist die Selbstverpflichtung der Bundesrepublik Deutschland, den Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 um 40 % zu reduzieren. Im Klimabericht 2017 geht die Bunderegierung lediglich von einer Reduktion in Höhe von nur 32 % aus.

Weitere Informationen unter: Klimaschutzbericht 2017

Klimaschutzbericht 2017

Daher hat sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag von 2017 vorgenommen, weitere Klimaschutzmaßnahmen zu erarbeiten. Dazu gehört insbesondere auch ein beschleunigter Kohleausstieg.

Zu der Frage, wie dies gelingen kann, hat das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (Fraunhofer IEE) im Auftrag von Greenpeace im August 2018 die Studie „Wie Deutschland sein Klimaziel 2020 noch erreichen kann“ vorgelegt. Unter der Maßgabe der Versorgungssicherheit, des nötigen Strukturwandels und eines beschleunigten Ausbaus der Erneuerbaren Energien legt die Studie dar, dass die Stilllegung und Drosselung von Braunkohlekraftwerken maßgeblich zur Senkung der Treibhausgasemissionen und der Erreichung des Klimaziels 2020 beitragen kann.

Die Studie finden Sie hier: Greenpeace - Energieszenarion für 2020

Greenpeace - Wie Deutschland sein Klimaziel noch erreichen kann?

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat im September 2018 eine Analyse mit dem Titel „Kohleausstieg in NRW im deutschen und europäischen Kontext - Energiewirtschaft, Klimaziele und wirtschaftliche Entwicklung“ vorgelegt. In dieser Studie werden die Auswirkungen eines möglichen Kohleausstiegs untersucht. Der Fokus liegt dabei auf dem Land Nordrhein-Westfalen. Zudem werden Deutschland und der europäische Kontext betrachtet. Aspekte der Energiewirtschaft, der gesellschaftlichen Klimaschutzziele und des nötigen Strukturwandels werden dabei beleuchtet. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass im Zuge des Kohleausstiegs auf die Kohle, die sich unter dem Hambacher Wald befindet, verzichtet werden dann. Die Versorgungssicherheit im deutschen und europäischen Stromsystem wäre dann auch bei einem Kohleausstieg weiterhin gewährleistet.

Die Studie finden Sie hier: Kohleausstieg in NRW im deutschen und europäischen Kontext

Kohleausstieg in NRW

Die Energiewende und der Umstieg auf ein von Erneuerbaren Energien geprägtes Energiesystem ist eine Chance – auch für den Arbeitsmarkt. Im modernen Energiesystem ersetzen Erneuerbare Energien in Verknüpfung mit Speichern und flexiblen Verbrauchern die fossile Versorgung. Über 350.000 Arbeitsplätze wurden durch die Energiewende bereits geschaffen.

Weitere Informationen zur Schaffung zukunftsfähiger Jobs in der Energiewirtschaft finden Sie hier: https://www.unendlich-viel-energie.de/themen/wirtschaft/arbeitsplaetze

Die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) veröffentlicht zudem jährlich einen Bericht zur weltweiten Jobentwicklung. Demnach sind weltweit bereits 10 Millionen Menschen im Bereich der Erneuerbaren Energien beschäftigt.

Weitere Informationen finden Sie hier: IRENA - Jobs Annual Review 2018

 

Geförderte Dissertationen zur Transformation des Energiesystems

Weitere wissenschaftliche Publikationen, die einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende liefern, finden Sie hier:

https://www.reiner-lemoine-stiftung.de/stipendiaten/dissertationen.html

 

Aktivitäten

Wer sich in die Debatte über die Zukunft unserer Energieversorgung einbringen möchte, kann dies unter anderem auf der Großdemo von BUND, Campact, Greenpeace und den Naturfreunden am 6. Oktober 2018 in Kerpen tun.

Weitere Informationen dazu gibt es hier: https://www.bund.net/nc/mitmachen/demo-wald-retten-kohle-stoppen/

 Wald retten - Kohle stoppen!

Kontakt

Sie haben Fragen zur Initiative der Reiner Lemoine-Stiftung zum Thema „Energiewende braucht Kohle-Ende“? Wenden Sie sich dazu gerne an:

 

Fabian Zuber

Projektleiter der Reiner Lemoine-Stiftung

Mail: fabian.zuber@reiner-lemoine-stiftung.de

Telefon: 030 236 178 90