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Arne Diedrich

Arne Diedrich wurde am 23.Mai 1984 in Gifhorn geboren.

Er studierte von 2004 – 2010 an der Technsichen Universität Braunschweig Architektur mit der Vertiefung in Konstruktion und Technik und war mit dem Beginn des Hauptstudiums als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Gebäude- und Solartechnik unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Manfred Norbert Fisch beschäftigt. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag in der Durchführung von Messungen und Auswertungen thermischer Behaglichkeit in Nichtwohngebäuden, sowie an der Mitarbeit an Forschungsprojekten, u.a. „GASS – Ganzheitliche Sanierung von Schulen“, „TWIN SKIN – Doppelfassaden auf dem Prüfstand“ sowie weiteren Projekten zur Ermittlung und Steigerung der Energieeffizienz von Wohn- und Nichtwohngebäuden

Thema: „Methodik zur Erfolgskontrolle der Sanierung von Bildungsstätten“

Das Hauptziel der Arbeit ist die Entwicklung einer Methodik, die eine Erfolgskontrolle von Sanierungsmaßnahmen an Schulgebäuden im Hinblick auf Verbesserung des Innenraumklimas, des Energieverbrauchs, des Einsatzes regenerativer Energien, der Wirtschaftlichkeit sowie der eingesetzten Planungsmethoden und -werkzeuge ermöglicht. Vor dem Hintergrund der vermehrten Sanierung von Bildungseinrichtungen und verschärften Anforderungen der Energieeinsparverordnung werden effektive Konzepte zur Qualitätssicherung und Optimierung von Maßnahmen entwickelt.

1.    Ausgangssituation
Seit dem Jahr 2009 werden vermehrt Bildungseinrichtungen in Deutschland saniert. Mit der energetischen Sanierung von Schulen sollen mehrere Effekte erzielt werden: Zum einen soll der Energieverbrauch und CO2-Ausstoß verringert, zum anderen das Lernumfeld verbessert und das Bewusstsein für den Klimaschutz bei Schülerinnen und Schülern geweckt werden. Die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden werden mit den jeweiligen Novellierungen der Energieeinsparverordnung - EnEV deutlich verschärft und komplexer. Dabei besteht die Gefahr, dass integrale Gedanken zu Lerneffizienz, Raumkomfort und Behaglichkeit, sowie zur intelligenten Integration regenerativer Energien vernachlässigt werden. Außerdem belegen zahlreiche Studien, dass Gebäude mit anspruchsvollen Energiekonzepten im Praxisbetrieb oft nicht die gesteckten Ziele erreichen. Deshalb besteht das Risiko, dass über die Investitionen in den Gebäudebestand nicht die erhofften positiven Effekte für den Klimaschutz und die Qualität der Schulen erzielt werden.

2.    Zielsetzung
Ziele der Arbeit sind die Entwicklung einer Methode zur Erfolgskontrolle der Sanierung von Schulgebäuden sowie ihre Anwendung und Validierung in einer Feldstudie zu aktuellen Sanierungen. Die Methodik wird auf Basis wissenschaftlicher Arbeiten, insbesondere erstellt am Institut für Gebäude- und Solartechnik der TU Braunschweig sowie der Technischen Universität Dänemark, erarbeitet. Die Feldstudie untersucht anhand der Methodik den Erfolg der in rund 25 Schulen umgesetzten Maßnahmen, die in den Jahren 2008 – 2010 saniert wurden. Die Untersuchungen bewerten anhand der ausgeführten Beispiele die Wirtschaftlichkeit, die erreichte Energieeffizienz unter besonderer Berücksichtigung des Einsatzes von regenerativen Energien, die Qualität des Innenraumklimas, sowie die Effektivität der angewendeten Maßnahmen und eingesetzten Planungsmethoden. Auf dieser Grundlage werden Aussagen über die Multiplikationsfähigkeit von Sanierungskonzepten, sowie zur technischen und organisatorischen Verbesserung ihrer Umsetzung entwickelt.

3.    Arbeitsplan bei einer Gesamtbearbeitungszeit von drei Jahren (2010 - 2012)
Zunächst wird eine themenbezogene Literaturrecherche zu Qualitätsstandards und Analysemethoden durchgeführt, die als Grundlage für die Entwicklung der Untersuchungsmethodik dient. Anschließend wird die Methodik entwickelt. Sie analysiert drei Zustände des Gebäudes. Zunächst werden mindestens der bauliche Zustand und die Energieverbräuche, wenn möglich auch weitergehende Aspekte, wie Instandhaltungskosten, Betriebskosten und der Nutzerkomfort dokumentiert. Im zweiten Schritt werden die Sanierungsmaßnahmen einschließlich der eingesetzten Werkzeuge und der Prognosen für den Zustand nach der Sanierung dokumentiert. Der dritte Schritt dokumentiert den Zustand der Gebäude nach der Sanierung. Die Analysen können hier aufgrund des zeitlichen Rahmens umfangreicher ausfallen und intensive Analysen des Nutzerkomforts (Messungen, Befragungen) umfassen. Abschließend werden die drei Zustände der Gebäude verglichen (a. Zustand vor der Sanierung; b. Prognostizierter Zustand nach der Sanierung, c. Tatsächlicher Zustand nach der Sanierung). Analysiert und bewertet werden besonders 1. der Grad der Verbesserung, der durch die Sanierung erreicht wurde (Vergleich a – c ) und 2. die Effektivität und Präzision der Prognosewerkzeuge (Vergleich b – c). Die Methode soll an rund 25 Schulsanierungen angewendet und optimiert werden. Ergebnis ist die erprobte und validierte Methodik zur Erfolgskontrolle, eine aussagekräftige Anlayse umgesetzer Sanierungsmaßnahmen, sowie ein Empfehlungskatalog für die effektive Multiplikation von Sanierungsmaßnahmen für Schulgebäude.