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Christian A. Hans

Christian A. Hans

Christian A. Hans ist Promotionsstudent am Fachgebiet Regelungssysteme bei Prof. Raisch an der TU Berlin. In seinem Promotionsvorhaben befasst er sich mit der Betriebsführung von kleinen Netzen (Microgrids) mit Hilfe von Konsens-Algorithmen.

Christian hat Elektrotechnik (Diplom) an der RWTH Aachen und der UPM in Madrid studiert. Dort hat er sich mit der Erzeugung, dem Transport und der Speicherung von Energie aus erneuerbaren Quellen auseinander gesetzt. Durch seine Stellen als studentische Hilfskraft bei Prof. De Doncker und Prof. Sauer ist er vertraut mit den Themengebieten Leistungselektronik, angewandter Regelungstechnik und elektrochemischen Speichersystemen. In seiner Diplomarbeit bei Prof. Moser hat er sich mit der destabilisierenden Wirkung von Photovoltaikanlagen in schwachen Netzen zugewandt. Bei der Younicos AG beschäftigt er sich seit 2010 mit regelungstechnischen Fragen in Inselnetzen.

Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens, Arbeitstitel: "Betriebsführung von Microgrids auf Basis von Konsens-Algorithmen"

Aufgrund des kontinuierlichen Zubaus dezentraler Erzeugungsanlagen wird der Betrieb von elektrischen Versorgungsnetzen eine immer größere Herausforderung: Wie kann er in Netzen mit einem hohen Anteil von erneuerbaren Energien stabil und robust gegenüber Störungen erfolgen?

Ein vielversprechender Ansatz zur Lösung dieses Optimalregelungsproblems ist die dezentrale Betriebsführung mit Hilfe von Konsens-Algorithmen. Die Anlagen und nicht eine zentrale Regelung entscheiden hierbei über den Betrieb des Netzes. Jene dezentrale Betriebsführung verspricht ein höheres Maß an Fehlertoleranz, Robustheit und Skalierbarkeit. Bei Fehlern in Kommunikation oder Regelung fallen nur einzelne Teile und nicht das gesamte Netz aus. Darüber hinaus lassen sich neue Anlagen ohne fehleranfällige Anpassung der bestehenden Regelung in einer Art Plug-and-play problemlos integrieren.

Es bleibt zu untersuchen, unter welchen Voraussetzungen die erwarteten Vorteile mit Hilfe einer konsensbasierten Betriebsführung erreicht werden können. Die gewonnenen Erkenntnisse bezüglich Microgrids sollen später auf größere Netze übertragen werden.