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Christina Köhler

Kurzvita

Christina Köhler wurde am 14. August 1990 in Schweinfurt geboren. Nach ihrem Abitur studierte sie den Bachelorstudiengang Political and Social Studies an der Universität Würzburg. Während ihres Masterstudiums der Politischen Wissenschaft an der Universität Heidelberg legte sie ihren Schwerpunkt auf den Bereich der Policy-Analyse und inhaltlich auf die Politikfelder Klima-, Energie- und Nachhaltigkeitspolitik. Als studentische Hilfskraft arbeitete Christina Köhler u.a. im interdisziplinären Forschungsprojekt „Determinanten des Lokalen-Agenda-21 Prozesses in Heidelberg“ mit. In ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich mit der Erneuerbare-Energien-Politik in Deutschland und analysierte dabei die Entstehung und Entwicklung der Politik der erneuerbaren Energien im Zeitraum von 1986 bis 2012. Nach Abschluss ihres Masterstudiums hat sie im Jahr 2016 mit ihrer Promotion zum Thema „Energiewende in Deutschland. Entwicklung, Determinanten und Zielkonflikte eines Politikfeldes im Umbruch“ begonnen. 

Kurzbeschreibung des Promotionsprojektes: „Energiewende in Deutschland. Entwicklung, Determinanten und Zielkonflikte eines Politikfeldes im Umbruch"

Die Energiewende gilt heute als eine der größten politischen, gesellschaftlichen und technischen Gestaltungsaufgaben in Deutschland. Aktuelle Herausforderungen bei der politischen Gestaltung des Transformationsprozesses sowie vielfältige Zielkonflikte und Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Steuerungsbereichen der Energiewende verdeutlichen dabei, dass eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende eine kohärente und problemlösungsorientierte politische Steuerung erfordert. Vor diesem Hintergrund zielt das Promotionsprojekt darauf, die Entwicklung, Wirkungen und Erklärungsfaktoren der Energiewende-Politik in Deutschland zu analysieren. Im Rahmen einer Zwischenbilanz werden dabei auch Erfolgsfaktoren und Probleme identifiziert, die sich aus der spezifischen politischen Steuerung für die Umsetzung der Energiewende ergeben. Die Erkenntnisse des Promotionsprojektes sollen auf diese Weise auch dazu dienen, praktisches Wissen für eine zielführende politische Steuerung des Transformationsprozesses abzuleiten.
Das Promotionsprojekt untersucht folgende drei Fragen: Wie kann die bundesdeutsche Entscheidung zur Energiewende 2011 erklärt werden? Wie beeinflusst dieser Politikwechsel die weitere Entwicklung der Energiewende-Politik? Und welche Auswirkungen hat die konkrete politische Steuerung auf die Umsetzung der Energiewende? Das Promotionsprojekt untersucht dabei neben der „beschleunigten" Energiewende nach Fukushima und deren Umsetzung auch zentrale Politikmaßnahmen, die bereits in den frühen 2000er Jahren implementiert wurden und damit die Grundlage der aktuellen Energiewende-Politik bilden. Der Untersuchungszeitraum umfasst daher die Jahre 1998 bis 2017. Der Fokus der Arbeit liegt dabei auf der Energiewende im Stromsektor, wobei vier Steuerungsbereiche analysiert werden: Erneuerbare Energien, Kernenergie, Kohleenergie und Netzausbau.
Zur Erklärung der Energiewende-Politik wird auf die theoretischen Erklärungsansätze der vergleichenden Staatstätigkeitsforschung zurückgegriffen, welche zusätzlich um soziokulturelle und politikfeldspezifische Faktoren erweitert werden. Diese Erweiterungen ermöglichen es, maßgebliche Faktoren wie die gesellschaftliche Akzeptanz, Risikowahrnehmungen sowie spezifische Eigenheiten des Politikfeldes Energie in die Analyse einzubeziehen. In methodischer Hinsicht nutzt das Promotionsprojekt die Prozessanalyse als Analysemethode sowie verschiedene qualitative Methoden der Datenerhebung und -auswertung.