en

Claudio Casimir Lucas Lorenz

Claudio Casimir Lucas Lorenz wurde 1987 in Frankfurt am Main geboren und absolvierte das Abitur im Jahre 2007. Bis 2011 studierte er Wirtschaftsingenieurwesen (Bachelor) an der TU Berlin mit der Fachrichtung Maschinenbau. Dabei verbrachte er ein Auslandssemester in Schweden an der „Lund Universitet“. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit untersuchte er die „Technological and Regulatory Aspects of Large Scale Electricity Storage“. Darauf folgte ein weiteres Studium des Wirtschaftsingenieurwesens (Master) mit der Fachrichtung Energie- und Ressourcenmanagement, welches er 2013 abschloss. Auch während des Masters studierte er ein Semester in Chile an der „Pontificia Universidad Católica de Chile“. Den Master schloss er mit einer Arbeit zu „Regional Impacts of Electricity Imports from Northern Africa on the European Transmission Grid“ ab.

Im Jahre 2010 absolvierte er Praktika bei der Siemens AG und der MVV Decon. Von 2011 bis 2013 arbeitet er als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik der TU Berlin. Dabei arbeitete er aktiv an verschiedenen Forschungsprojekten mit und veröffentlichte Arbeiten in diversen Zeitschriften und Konferenzen zu aktuellen Problemen des Stromsektors. Im Anschluss an sein Auslandssemester absolvierte er ein Praktikum beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

Promotionsthema: Ausgestaltung der europäischen Regelenergiemärkte zur langfristigen Integration von erneuerbaren Energien

Im Rahmen der Dekarbonisierung der deutschen und europäischen Elektrizitätswirtschaft spielen Fragen des Marktdesigns eine wesentliche Rolle. Dabei muss sowohl der evtl. höhere Bedarf an Regelenergie, der durch die Fluktuation einiger Erneuerbarer auftreten kann, als auch der regionale Ausgleich von Stromproduktionskapazitäten berücksichtigt werden. Das Promotionsvorhaben behandelt die Frage, wie die Regelenergiemärkte in Deutschland und Europa umgestaltet werden können, um einen möglichst hohen Anteil fluktuierender erneuerbarer Energien aufnehmen zu können, ohne die Systemsicherheit zu gefährden. Dazu wird untersucht, welchen Einfluss der steigende Anteil an fluktuierenden erneuerbaren Energien inklusive der damit einhergehenden Verdrängungsprozesse im Spotmarkt auf die Gesamtkosten der Regelenergiebereithaltung hat. Daraus wird abgeleitet wie der Regelenergiemarkt transformiert werden müsste um möglichen Kostensteigerungen entgegenzuwirken und welche Rolle dabei der grenzüberschreitende Ausbau von Regelenergiemärkten spielt. Neben einer Analyse der institutionellen Besonderheiten der Regelenergiemärte wird eine detailgetreue Modellierung durchgeführt. Diese soll den Spot und Regelenergiemarkt abbilden. Dabei sollen technische Limitierungen aufgrund von Leitungskapazitäten sowie Startzeiten und Leistungsänderungskoeffizienten von verschiedenen Kraftwerkstechnologien berücksichtigt werden.