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Constanze Bongs

Constanze Bongs wurde am 22. Oktober 1980 in Aachen geboren.

Constanze Bongs schloss das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Technischen Universität Berlin im Mai 2007 mit der Note „mit Auszeichnung“ ab. Im Hauptstudium beschäftigte sie sich schwerpunktmäßig mit den Themenbereichen Energie- und Rohstoffwirtschaft und Energietechnik. Auslandserfahrung sammelte sie während ihres Studiums durch einen zweisemestrigen Studienaufenthalt an der Wirtschaftshochschule LUISS Guido Carli in Rom (2003/04), ein Praktikum in Vancouver, Kanada (2004) und als Diplomandin am CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization) Energy Technology in Newcastle, Australien (2006/07). In der Diplomarbeit „Modelling of a Desiccant Evaporative Cooling System“ beschäftigte sie sich bereits mit der Modellierung und Simulation eines thermisch angetriebenen Verfahrens zur Gebäudeklimatisierung.

Kurzinformation zur Dissertation

„Exergoökonomische Analyse und Optimierung eines neuen hocheffizienten Verfahrens zur sorptiven Luftentfeuchtung (ECOS) für den Einsatz in der solaren Klimatisierung“

Thermisch angetriebene Klimatisierungsverfahren stellen durch die Möglichkeit der Nutzung von Solar- und Abwärme eine klimafreundlichere Alternative zu den elektrisch angetriebenen Standard-Klimatisierungsverfahren dar. Am Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme (ISE) wurde ein Konzept für ein neuartiges Lüftungsgerät (ECOS - Evaporative COoled Sorptive Heat Exchanger) entwickelt und patentiert, das auf sorptiver Basis eine hohe Entfeuchtung der Frischluft bei gleichzeitiger Temperaturabsenkung ermöglicht. Die Entwicklung dieses Lüftungsgerätes für geringe Volumenströme (400m3/h) zum Einsatz im Wohnbereich wird im Rahmen eines Industrieprojektes in Kooperation mit den Partnern Klingenburg GmbH und Vaillant GmbH vorangetrieben. Das Promotionsvorhaben unterstützt dieses Projekt ergänzend.

Grundansatz des Promotionsvorhabens ist die Überzeugung, dass bei der Technologieentwicklung neben der technischen Optimierung auch wirtschaftliche Kriterien zu beachten sind. Die Berücksichtigung thermodynamischer und wirtschaftlicher Kriterien wird in der Dissertation durch die Anwendung der Methode der exergoökonomischen Analyse geleistet. Zentraler Begriff für die thermodynamische Optimierung ist die Exergie, welche den Anteil in verschiedene Energieformen umwandelbarer Energie beschreibt. Das Paradigma, dass die Exergie eines Stoff- oder Energiestromes auch ein Maß für dessen Nutzen und daher dessen ökonomischen Wert darstellt, ermöglicht die ökonomische und thermodynamische Integration der Systembetrachtung. Ziel der Dissertation, die von Prof. Dr.-Ing. Felix Ziegler von der TU Berlin betreut wird, ist die Optimierung des ECOS-Klimatisierungskonzeptes anhand einer energetischen, exergetischen und exergoökonomischen Prozessmodellierung, welche durch die experimentelle Charakterisierung eines ECOS-Wärmeübertrager Prototypen unterstützt wird. Mit dem optimierten ECOS-Konzept soll eine klimafreundlichere Alternative zu konventionellen Klimageräten geschaffen werden.