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Johannes Kissel

Johannes Kissel wurde am 29. März 1974 in Köln geboren.

Im Jahr 2002 diplomierte er in den Fächern Geographie, Städtebau und Energiewirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit der Note „sehr gut“. Bereits während des Studiums sammelte er in zwei Semestern an der Universidad de Extremadura (2000) in Spanien und während zweier Berufspraktika in Bolivien (1997) und Mexiko (1999) Auslandserfahrungen. Nach dem Studium war Johannes Kissel als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei EUROSOLAR beschäftigt, der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien. Es folgte ein zweijähriger Arbeits- und Forschungsaufenthalt in Rio de Janeiro, Brasilien. Neben der Organisation der World Climate & Energy Events RIO 3 und RIO 5 begann er während eines Forschungssemesters an der Universidade Federal do Rio de Janeiro (UFRJ) mit den Recherchen über die Anpassung von Markteinführungsprogrammen für Erneuerbare Energien an die Rahmenbedingungen in Schwellenländern am Beispiel Brasiliens. Nach der Rückkehr nach Deutschland im Jahr 2005 arbeitete Johannes Kissel erneut als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei EUROSOLAR und wurde Mitglied des Steering Committee der International Renewable Energy Storage Conferences (IRES I+II). Seit Juni 2006 leitet er die Geschäftsstelle des Grüner Strom Label e.V. .

Kurzinfo über Dissertation

„Adaptation von Markteinführungsprogrammen für Erneuerbare Energien an die Rahmenbedingungen in Schwellenländern am Beispiel Brasiliens (Arbeitstitel)

In den 1990er Jahren wurden in Europa zur Markteinführung von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien verschiedene Fördersysteme entwickelt und implementiert. Die Systeme auf Basis von Einspeisevergütungen, die auch als preisgesteuerte Fördermechanismen oder Feed-In-Laws bezeichnet werden, haben zu einer deutlich höheren Einführungsgeschwindigkeit und Technologieentwicklung geführt als die konkurrierenden Fördersysteme im Stromsektor.

Die Einführung eines Feed-In-Law kann nach Anpassung an die regionalen Rahmenbedingungen auch in Schwellenländern einen Investitionsboom im Sektor der erneuerbaren Energien auslösen. In der Dissertation wird analysiert, inwiefern vor allem makroökonomische und strukturelle Rahmenbedingungen bei der Gesetzeskonzeption berücksichtigt werden müssen, um eine erfolgreiche Implementierung des Feed-In-Law zu ermöglichen. Die Auswirkungen einer Überfrachtung eines Förderprogramms mit politischen Zielen werden am Beispiel des brasilianischen Einspeisesystems PROINFA dargstellt. In der Dissertation, die von Prof. Dr.-Ing. Hanitsch von der TU Berlin betreut wird, werden konkrete Modifikationen des brasilianischen Fördersystems sowie allgemeine Richtlinien für Förderprogramme für erneuerbare Energien in Schwellenländern entwickelt. Die Dissertation kann Regierungen in Schwellenländern als Leitfaden bei der Einführung von Förderprogrammen für erneuerbare Energien dienen.