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Markus Haller

Markus Haller wurde am 4. November 1975 in Frankfurt am Main geboren.

Er studierte Humanmedizin an der Philipps-Universität Marburg und Energie- und Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Berlin. Im Jahr 2007 schloss er das Studium der Energie- und Verfahrenstechnik "mit Auszeichnung" ab.

Bereits während seiner Diplomarbeit, die er im Jahr 2006 am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) schrieb, beschäftigte er sich mit der integrierten Bewertung von technologischen Optionen zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen. Seit April 2007 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsfeld 'Nachhaltige Lösungsstrategien' am PIK an der Entwicklung von Energiesystemmodellen beteiligt.

Kurzinfo über das Promotionsvorhaben

Arbeitstitel: "Differenzierte Betrachtung von Industrie-, Entwicklungs- und Schwellenländern in der Energiesystemmodellierung: Darstellung struktureller und makroökonomischer Unterschiede und deren Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien"

Energiesystemmodelle spielen bei der Entwicklung von langfristigen Strategien in der Klima- und Energiepolitik eine immer bedeutendere Rolle. Allerdings sind die derzeit verwendeten Modelle in aller Regel für die Darstellung der Entwicklungsdynamik industrialisierter Weltregionen konzipiert. Besondere Eigenschaften von Entwicklungs- und Schwellenländern, insbesondere gekennzeichnet durch schwach ausgeprägte Netzstrukturen, deutliche Differenzierung von städtischen und ländlichen Gebieten und die weit verbreitete Nutzung traditioneller Biomasse, können mit herkömmlichen Modellen nur unzureichend dargestellt werden. Eine angemessene Darstellung dieser Charakteristika kann zu einer Neubewertung der verfügbaren Optionen zu Vermeidung von Treibhausgasemissionen führen - dies gilt insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit dezentraler Versorgungsstrukturen auf der Basis erneuerbarer Energieträger.

Im Rahmen der Dissertation werden die oben genannten Kriterien, anhand derer sich Energiesysteme in Regionen mit unterschiedlichem Entwicklungsstand unterscheiden, in das Modell ReMIND integriert. ReMIND ist ein wohlfahrtsoptimierendes, technologisch hoch aufgelöstes Hybridmodell mit derzeit zwölf Weltregionen, das am PIK entwickelt wird. Mit Hilfe des erweiterten Modells werden Entwicklungsszenarien für ausgewählte, sich deutlich unterscheidende Weltregionen (z.B. Indien und Westeuropa) erstellt und analysiert.

Die Betreuung der Dissertation erfolgt durch Ottmar Edenhofer, der zur Zeit als Leiter des Forschungsfeldes 'Nachhaltige Lösungsstrategien' am PIK tätig ist und im Frühling 2008 eine Stiftungsprofessur für Umweltökonomie an der Technischen Universität Berlin antreten wird.