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Milan Padilla

Milan Padilla wurde am 4.9.1985 als Kind einer deutsch-mexikanischen Ehe in Berlin geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Berlin, Mexiko-Stadt, Bonn, Bukarest und in Moskau. Nach dem Abitur am Canisius-Kolleg Berlin studierte er Physik an der TU München. Neben dem regulären Studium verbrachte er zwei Semester an der Université Pierre et Marie Curie in Paris und absolvierte 2009 ein vom DAAD gefördertes Praktikum an der NCT University auf Taiwan zu plasmonischen Silicium-Solarzellen. Milan Padilla vertiefte sein Studium auf dem Gebiet der Halbleiterphysik und Nano-Optoelektronik, wo er 2011 mit einer Diplomarbeit zum Thema “Photocurrent Dynamics in Semiconducting Nanowires” sein Studium an der TU München „mit Auszeichnung“ bestand.

Nach dem Studium führte ein von der JSPS finanziertes kurzes Forschungsprojekt an der Keio University in Japan im Bereich der Quanteninformationsverarbeitung durch und arbeitete im Rahmen eines Praktikums als Unternehmensberater bei Siemens Management Consulting im Bereich Windpower. 2012 erhielt er ein Stipendium der Reiner Lemoine Stiftung um am Fraunhofer Institut für Solar Energiesysteme ISE in Freiburg eine Promotion zu beginnen.

Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens: „Quantitative Verlustanalyse zur Optimierung hocheffizienter Silicium-Solarzellen“

Kostengünstige Solarzellen werden benötigt, um den Beitrag der Photovoltaik beim Energiemix der Zukunft zu erhöhen. Besonders die Erhöhung des Wirkungsgrades der Solarzellen ist ein mächtiger Hebel zur Erniedrigung der Stromkosten, da damit die Leistung gesteigert werden kann ohne dass die Modul- und Installationskosten steigen. Mehrere Konzepte für moderne, kostengünstig industriell herstellbare Silicium-Solarzellen mit über 20% Wirkungsgrad sind in der Entwicklung und sollen bald die Industrie-Standardzellen ablösen.

Primäres Ziel dieses Promotionsvorhabens ist es, das Verständnis der im aktuellen Entwicklungsstand dominierenden Verlustmechanismen der Solarzelleneffizienz zu erweitern und entscheidende Hinweise für die Verlustminimierung zu liefern. Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass die bislang gängigen Methoden den komplexen neuen Strukturen nicht mehr gerecht werden. Ströme fließen nicht mehr nur vertikal sondern auch lateral und radial über die immer sensibleren, dreidimensionalen Strukturen.

Die Ergebnisse der Arbeit sollen dabei helfen, zukünftig Prozesse schneller zu optimieren, indem Probleme präzise lokalisiert und interpretiert werden. Hierfür soll in diesem Promotionsvorhaben Expertise für optische, elektrische und thermische Analysen geschaffen werden. Es wird erwartet, dass der Schlüssel zum Verständnis der Hocheffizienz-Zellen in der Kombination der Verfahren liegt. Vorrangig sollen die Hocheffizienz-Konzepte IBC (Interdigitated-Back-Contacted), MWT/EWT (Metal/Emitter-Wrap-Through) und PERL (Passivated-Emitter-Rear-Locally-diffused-contact) untersucht werden.