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Mira Klausen

Mira Klausen

Vergleichende politisch-rechtliche Marktrahmenanalyse für stationäre Batteriespeichersysteme zur Integration von erneuerbaren Energien in den USA und Europa

Zur Person:

Mira Klausen ist Fellow am Institut für Nachhaltigkeit der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR-Berlin) und als Dozentin im Themenfeld „Nachhaltiges Wirtschaften" an der HWR-Berlin und an der Universität Lüneburg zum Thema "Nachhaltigkeitsökonomie" tätig. Darüber hinaus ist sie Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Nachhaltigkeit e.V. und Gründungsmitglied im "Netzwerk Nachhaltige Ökonomie". Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der nachhaltigen Energie- und Ressourcenwirtschaft. Mira Klausen studierte im Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen an der HWR-Berlin und der ESC-Rennes. Ihren Master of Science in Nachhaltiger Entwicklung, mit dem Schwerpunkt auf Energiewirtschaft, absolvierte Sie an der Universität Leipzig und der Universität Graz.

Zum Projekt:

In den USA und Europa fand in den letzten Jahren ein starker Zubau von erneuerbaren Energien am Strommarkt statt. Die zunehmenden Kapazitäten, welche häufig auf volatilen erneuerbaren Energien, wie Windkraft und Photovoltaik beruhen, fordern immer öfter die Systemstabilität heraus. Neben Flexibilisierungsinstrumenten auf der Angebots- und Nachfrageseite, können insbesondere stationäre Batteriespeichersysteme mit ihrer Fähigkeit, Stromproduktion und –nachfrage zeitlich zu entkoppeln, den weiteren Ausbau von EE ermöglichen. Einige US-Bundesstaaten und EU-Mitgliedsländer haben daher bereits punktuell Fördermaßnahmen mit Fokus auf Batteriespeicher implementiert oder entsprechend den Marktrahmen erweitert.

In dem Zusammenhang spielt die Tatsache, dass Batteriespeicher zu den Multi-Anwendungs-Technologien gehören eine besondere Rolle. Batteriespeicher können in sehr unterschiedlicher Weise und für viele verschiedene Akteure, insbesondere entlang der elektrischen Wertschöpfungskette, ökonomische Werte schaffen und daher vielfältige Anwendungen bedienen. Dieser Multi-Anwendungs-Charakter ist für politische Entscheidungsträger von großer Bedeutung, da er ihnen zusätzliche Freiheitsgrade in der Ausgestaltung von Marktintegrationsstrategien bietet. Der Gesetzgeber kann entscheiden, welche Anwendung er fördern möchte und/oder wo er einen Markt schafft oder erweitert. Vor diesem Hintergrund untersucht die Dissertation, in welcher Weise der Gesetzgeber auf nationaler und supranationaler Ebene den Ausbau von Batteriespeichern systemisch fördern kann. Mittels vergleichender Multi-Level-Fallstudienanalysen sollen praktische und theoretische systemische Determinanten für eine Batteriespeicher-Markteinführung im Speziellen und für Multi-Anwendungs-Technologien im Allgemeinen abgeleitet werden.