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Parantapa Sawant

Parantapa Sawant

Kurzvita

Parantapa Sawant wurde 1987 in Sangli, Indien, geboren.

In 2009 absolvierte er erfolgreich sein Bachelorstudium als Maschinenbauingenieur an der Universität in Pune, Indien. In zwei Praxissemestern während seines Studiums hat er zahlreiche Erfahrungen in Industrie und in der Sozialarbeit an einer Dorfschule in Indien gesammelt. Vor allem faszinierte ihn die Erkenntnis, dass das Wissen der Energietechnik und der erneuerbaren Energien maßgeblich dazu beitragen kann, eine nachhaltige Zukunft für die Menschheit zu sichern.

Auf der Suche nach Förderungsmöglichkeiten und hochqualitativen Ausbildung in dieser Branche, hat er sich entschieden seine Ausbildung in Deutschland, in einem Land mit einer sehr entwickelten Energieforschung und mit einer sehr hohen Umweltverantwortlichkeit, fortzusetzen. Hier studierte er von 2009 bis 2011 an der HS Offenburg einen internationalen Masterstudium in „Energy Conversion and Management". Bereits im Rahmen seiner Masterarbeit „Numerical Model for the Power Block of a Parabolic Trough Concentrating Solar Power Plant" an der DLR Stuttgart, entwickelte er Kenntnisse in dem Themenfeld Energiesystemanalyse. Nach seinem Studium war er bis 2015 als Leasing Projektingenieur bei der BASF AG in Ludwigshafen im Bereich Maschinenbau, Verfahrenstechnische Aufgaben bei Anlagenplanung und Betrieb tätig.

Laut seinem Motto „Alternatives are the only Alternative", ist es seit Anfang seines Studiums sein Berufswunsch gewesen, als erfolgreicher Energiesystemanalytiker beziehungsweise Wissenschaftler tätig zu sein. Aus diesen Gründen heraus promoviert er zur Zeit, im Rahmen eines Kooperativen Promotionskolleg zwischen der HS Offenburg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, zum Thema „Dezentrale nachhaltige Energiesysteme". Die Promotionsarbeit wird von Hr. Prof. Dr. Leonhard Reindl der Technischen Fakultät Freiburg betreut und das Forschungsprojekt wird am Institut für Energiesystemtechnik in Offenburg von Hr. Prof. Dr.-Ing Jens Pfafferott betreut.

Kurzbeschreibung Promotionsvorhaben

Arbeitstitel: „Predictive Control of Microscale Trigeneration Systems in Smart Buildings to Enhance the Integration of Renewable Energies"

Eine Vielzahl von kleinen und mittleren, meist gewerblichen oder kommunalen Energieverbrauchern hat einen Leistungsbedarf an Wärme von rund 20kW und Kälte von rund 10kW. In diesem Bereich ist es in den letzten Jahren kaum gelungen nennenswerte Einsparpotenziale zu realisieren.

Das Projekt Kleinskalige Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung als netzreaktives System zur energieeffizienten Bereitstellung von Wärme/Kälte und Strom stellt die Grundlagen für den energiewirtschaftlich optimierten Betrieb kleiner KWKK-Systeme auf Basis von Adsorptionskältemaschinen zur Verfügung.

Gerade im kleinen Leistungsbereich haben Adsorptionskältemaschinen (AdKM) Vorteile gegenüber Absorptionskältemaschinen (AbKM). Theoretische Arbeiten zeigen zudem, dass die Leistungszahl des Kälteprozesses durch eine verbesserte Systemabstimmung und insb. ein verbessertes Speichermanagement noch deutlich erhöht werden kann. Verbunden mit der Möglichkeit, ein KWKK-System auch in Abhängigkeit der aktuellen Last im Stromnetz betrieben (oder nicht betrieben) zu können, ergeben sich damit deutlich verbesserte Marktoptionen:

Effizienzssteigerung plus Flexibilitätsoption

Dafür wird eine kleine KWKK-Anlage im Technikumsmaßstab aufgebaut und Versuche zur Systemeinbindung, zur Betriebsführung unter wechselnden Randbedingungen und zum Speichermanagement durchgeführt. Als Vergleichstechnologie wird im Parallelversuch ein konventioneller Kaltwassersatz ähnlicher Leistung unter identischen Randbedingungen eingesetzt.

Diese beiden Subsysteme können in einem Energieverbund gekoppelt werden und bieten so die Möglichkeit, netzreaktive Erzeugungskapazität für Volatile Einspeise dezentral bzw. im Smart Grid zu untersuchen und insb. die MPC-Regelung (ggf. auch zur Optimierung des Eigenstromverbrauchs) energiewirtschaftlich im realitätsnahen Versuchsbetrieb zu bewerten.

Die detaillierten Versuchsergebnisse zum Betriebsverhalten fließen einerseits in die KWKK-Systementwicklung ein. Andererseits dienen die Ergebnisse als Grundlage einer energiewirtschaftlichen Evaluation mit Vergleichsuntersuchungen von Alternativtechnologien. Darauf basierend können Einsatzpotentiale von kleinen KWKK-Anlagen unter aktuellen energiewirtschaftlichen Bedingungen (insb. Betriebsführungsstrategien) flexibel bewertet und Auslegungshilfen entwickelt werden.