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Steffi Theurich, geb. Matthischke

Steffi Theurich, geb. Matthischke

Kurzvita:

Frau Steffi Theurich, geb. Matthischke studierte Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Dresden. Praktische Erfahrungen im Bereich der Bioenergie sammelte sie während des Praxissemesters bei SunCoal Industries und während ihres Forschungspraktikums an der Queen’s University in Belfast. Vor dem Beginn ihres Promotionsstipendiums arbeite Frau Theurich, geb. Matthischke als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Biomasseforschungszentrum gGmbH, DBFZ. In ihrer Promotion forscht sie zum Thema „Lastflexibilität von katalytischen Reaktoren am Beispiel der Methanisierung von Kohlenstoffoxiden“. Die Promotion erfolgt in Zusammenarbeit mit dem DBFZ und unter der Betreuung von Herrn Prof. Robert Güttel, TU Clausthal.

Beschreibung des Promotionsvorhabens:

Für eine nachhaltige und CO2-arme Energieversorgung wird die Einbindung der Erneuerbaren Energien in das Strom- und Gasnetz diskutiert. Die dabei auftretende fluktuierende Stromproduktion durch Photovoltaik und Windenergie kann das Stromnetz zeitweise überlasten. Zur Entlastung des Stromnetzes ist es möglich den Überschussstrom in einer Wasserelektrolyse zu nutzen, um auf elektrochemischem Wege Wasserstoff und Sauerstoff herzustellen. Nachfolgend kann der Wasserstoff mit Kohlenstoffmonoxid oder -dioxid zu Synthesegas gemischt und zur Synthese von Methan, der Methanisierung, genutzt werden. Anschließend wird das methanhaltige Produktgas aufbereitet und in das Erdgasnetz eingespeist. Das geschilderte Power-to-Gas-Verfahren verknüpft dadurch das Stromnetz mit dem Gasnetz, so dass Überschussstrom chemisch gespeichert werden kann.

Da Überschussstromereignisse kurzzeitig und mit großen Amplituden auftreten, müssen die Prozessschritte des Power-to-Gas-Verfahrens Lastschwankungen kompensieren können. Um die Lastkompensation der Methanisierung beurteilen zu können, möchte ich in meiner Promotion die Lastflexibilität der Methanisierung von verschiedenen Reaktortypen untersuchen.