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Anya Heider

Anya Heider

Eckdaten

  • RLS-Jahrgang team 2019

Lebenslauf von Anya Heider

Anya Heider

Anya Heider wurde am 26.07.1993 in Sendai (Japan) geboren.

Anya Heider studierte an der Universität Stuttgart Erneuerbare Energien B.Sc. und Nachhaltige Elektrische Energieversorgung M.Sc. Schon während ihres Studiums arbeitete sie als Tutorin und brachte sich in der Studierendenvertretung ein. Ihre Bachelorarbeit verfasste sie am Tokyo Institute of Technology, wo sie an Perovskitsolarzellen forschte. Einen weiteren Forschungsaufenthalt absolvierte sie an der ETH Zürich und befasste sich mit der qualitativen und quantitativen Evaluierung von Flexibilität in Energiesystemen. Außerhalb der Universität engagierte sie sich in der Bildungsarbeit im Bereich Erneuerbare Energien und in der Arbeit mit Geflüchteten.

Nach ihrem Abschluss 2018 war sie als Entwicklerin bei der Venios GmbH und arbeitete an deren Software für Planung und Betrieb von Verteilnetzen mit. Anschließend beschäftigte sie sich als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Reiner Lemoine Institut gGmbH mit verschiedenen open source Softwaretools zur Verteilnetzoptimierung und war Teil des Autor*innen-Teams der RLS-Übersichtsstudie zur EnergieSystemWende.

Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens:

Holistische Flexibilitätsbetrachtung des Deutschen Energiesystems – Technische und Marktbezogene Analyse Vorhandener und Potenzieller Flexibilitätsoptionen“

Um die Klimaziele zu erreichen, bedarf es eines massiven Zubaus an erneuerbaren Erzeugern. Besonders Windkraftanlagen und Photovoltaik werden heute schon und auch zukünftig dazu eingesetzt, den Strombedarf zu decken. Da diese vom Wetter abhängigen Erzeugungseinheiten stärkere Fluktuationen in der Erzeugung hervorrufen als konventionelle Kraftwerke, erhöht sich der Bedarf an flexiblen Ressourcen im Energiesystem, um diese Schwankungen auszugleichen. Gleichzeitig werden konventionelle Erzeuger, die bisher den größten Anteil der benötigten Flexibilität bereitgestellt haben, durch erneuerbare Energien ersetzt.

Eine der Herausforderungen einer erfolgreichen Transformation des Energiesystems ist daher die ausreichende Bereitstellung von Flexibilität. Sie kann neben der Anpassung der Erzeugung auch über eine Flexibilisierung des Verbrauchs, die Nutzung von Speichern und sektorenkoppelnden Elementen erfolgen. Letztere werden durch die Elektrifizierung des Wärme- und Verkehrssektors vermehrt in der Verteilnetzebene installiert. Auch Speicher finden sich durch Installation von Photovoltaik-Speicher-Kombinationen in immer mehr Haushalten. Ein Fokus der Promotion liegt daher auf dem Flexibilitätspotenzial von Verteilnetzen und soll die Frage beantworten, welcher Teil der zukünftig benötigten Flexibilität aus den Verteilnetzen gedeckt werden kann.

Die abrufbare Flexibilität ist keine rein technische Größe, sondern wird auch durch soziale und ökonomische Faktoren beeinflusst. Um eine holistische Betrachtung zu ermöglichen, sollen daher verschiedene Anreizsysteme auf ihre Wirksamkeit, eine systemdienliche Fahrweise der unterschiedlichen Flexibilitätsoptionen zu begünstigen hin untersucht werden. Alle Untersuchungen sollen mithilfe von vorhanden und neu zu entwickelnden open source Modellen beantwortet werden, um eine Weiterverwendung zu ermöglichen und eine hohe Transparenz der Forschung zu gewährleisten.