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Marlin Arnz

Marlin Arnz

Eckdaten

  • RLS-Jahrgang 2019

Lebenslauf von Marlin Arnz

Marlin Arnz

Marlin Arnz wurde am 07.07.1993 in Homberg (Efze) geboren.

Von 2012 bis 2018 studierte Marlin im Bachelor und Master Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin, wobei er sich inhaltlich mit der Energiewende und methodisch vorrangig mit Modellierung auseinandersetzte. Nebenbei engagierte er sich in der Hochschulpolitik und arbeitete als studentische Hilfskraft meist als Programmierer. Seine Masterarbeit schrieb Marlin am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, wo er ein Modal Split Modell zur multidimensionalen Bewertung eines innovativen Schienengüterverkehrs-Konzepts entwickelte. Nun ist er Doktorand am Fachgebiet für Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik der TU Berlin und Teil des Graduiertenkollegs EnergieSystemWende.

Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens:

Die Rolle des Schienenverkehrs in erneuerbaren Mobilitätsszenarien

Die Klimakrise erfordert eine Umstrukturierung der Energiesysteme weltweit. Während der Strom in Deutschland bereits zu 46 % aus erneuerbaren Quellen stammt (Stand 2019), basiert der Endenergieverbrauch des Verkehrssektors noch immer zu 94 % auf fossilen Brennstoffen (Stand 2018). Den größten Anteil hieran hat der Straßenverkehr.

Die Verkehrswende im Hinblick auf einen erneuerbaren Verkehrssektor setzt sich aus zwei grundlegenden Elementen zusammen; der Antriebswende im Verkehr und der Mobilitätswende. Dementsprechend ist die ressourcenintensive Elektrifizierung des heutigen Verkehrsträger-Mix (Konsistenzstrategie) nicht die einzige Stellschraube – auch die Mobilität selbst muss hinsichtlich Effizienz- und Suffizienzstrategien betrachtet werden. Ein großes Potenzial zur Verlagerung des Verkehrs hin zu energieeffizienten Verkehrsträgern im Personen- und Güterbereich, und damit eine Alternative zum reinen Verzicht auf Mobilität, hat die Schiene. Ihre Vorteile sind zudem die einfache Elektrifizierung, hohe Geschwindigkeit, hohe Beförderungskapazitäten und geringe spezifische Kosten. Strukturelle Nachteile ergeben sich durch niedrige Flexibilität, hohe Investitionskosten für Rollmaterial und Infrastruktur, sowie geringe Innovationskraft.

Doch welche Rolle kann die Schiene in einem erneuerbaren, energieeffizienten Verkehrssektor spielen? Welche Maßnahmen und politischen Instrumente sind zu ihrer Stärkung besonders effektiv? Wie müsste das Schienensystem aussehen? Und wie können strukturelle Nachteile überwunden werden? Ziel des Promotionsvorhabens ist es, das Potenzial einer Verkehrsverlagerung von den Modi Straße und Luft auf die Schiene zu ermitteln und Wege dorthin aufzuzeigen.