June 2026
Wie wurdest du Teil des Reiner Lemoine Netzwerks?
Begonnen hat alles mit meiner Masterarbeit in Development Economics, in der ich quantitativ untersuchte, wie sich Elektrizität auf Schulbeteiligung in Mali auswirkt. So bin ich zum Thema Energiezugang gekommen. Diese Forschung habe ich als Promovendin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Plurale Ökonomik an der Universität Siegen fortgeführt. Die Forschungsstelle beschäftigt sich mit plural-ökonomischen Denkansätzen und nachhaltiger Transformation. 2019 bin ich dann Gastwissenschaftlerin am RLI geworden und 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt PeopleSuN, wo ich die qualitative Datenerhebung zu Energiebedarfen in ländlichen Regionen Nigerias geleitet habe. Danach bin ich dem RLI als Gastwissenschaftlerin treu geblieben.
Woran wuselst du gerade?
Aktuell schließe ich meine Promotion an der Universität Siegen ab, mit dem Arbeitstitel "Gender, Energy Access, and Intra-Household Decision-Making: Towards Just Energy Transitions". Darin geht es um geschlechtergerechten Energiezugang: Wer nutzt Strom wofür, wer profitiert von Elektrifizierung und wer nicht? Konkret arbeite ich gerade an einer Publikation zu Mini-Grid-Elektrifizierung und Geschlechtergerechtigkeit in Norduganda sowie an einem gendersensitiven Policy Brief, der die Ergebnisse für die Praxis aufbereitet. Außerdem suche ich eine neue Stelle, ob in Forschung, Beratung, Entwicklungszusammenarbeit oder Politikgestaltung.
Wofür sollten wir uns dieser Tage vernetzen?
Wenn Ihr zu sozioökonomischen Aspekten der Energiewende, Energiezugang, Gender oder dezentraler und ländlicher Energieversorgung arbeitet, freue ich mich sehr über den Austausch, sowohl im deutschen als auch im internationalen Kontext. Methodisch bin ich breit aufgestellt: ich arbeite gerne mit quantitativen Daten (Stata, R) genauso wie mit qualitativen Erhebungen, sowohl in Forschungs- als auch in Beratungs- und Projektkontexten.