Sie haben Javascript deaktiviert. Zur vollständigen Darstellung und Nutzung der Seite sollten Sie Javascript aktivieren.
RLS-Graduiertenkolleg

Forschen für die EnergieSystemWende

RLS-Graduiertenkolleg

Das RLS-Graduiertenkolleg hat im Januar 2020 seine Arbeit aufgenommen. Das Team forscht an Fragestellungen der Energiesystemwende. Angesiedelt ist das Graduiertenkolleg am Reiner Lemoine Institut in Berlin-Adlershof. Es wird praxis- und anwendungsorientiert arbeiten und von einem ExpertInnen-Netzwerk unterstützt.

Ziel des Kollegs ist es, systemische Hemmnisse der Energiewende besser zu verstehen und zielgerichtete Lösungen zu entwickeln, um so ein Energiesystem mit 100 % Erneuerbaren Energien möglich zu machen. Die Promovierenden befassen sich dafür insbesondere mit Fragen der Flexibilitäten, Speicherung, Sektorenkopplung und der gesellschaftlichen Aspekte der Transformation des Energiesystems.

EnergieSystemWende – die Themen

Die Energiewende verändert das Energiesystem. Eine Energiewelt mit 100 % Erneuerbaren Energien stellt ganz neue Anforderungen an die Gestaltung des Energiemarktes. Das Graduiertenkolleg der Reiner Lemoine Stiftung adressiert diese Veränderungen und zeigt Lösungen auf, wie das Erneuerbare Energiesystem gestaltet werden kann. 

Im Detail befassen sich die Promovenden mit folgenden Themen und Fragestellungen:

  • Anya Heider arbeitet an einer holistischen Flexibilitätsbetrachtung des deutschen Energiesystems. Dafür analysiert sie technische und marktbezogene Optionen vorhandener und potenzieller Flexibilitäten. Ihre Arbeit wird betreut von Prof. Dr. Gabriela Hug vom Power Systems Laboratory der ETH Zürich.
  • Alexandra Krumm beschäftigt sich in ihrem Promotionsvorhaben mit sozioökonomischen Fragestellungen der Energiesystemwende. Dazu zählen Aspekte der Ausgestaltung einer sozial gerechten Energiesystemwende, der Rolle verschiedener Akteure beim Transformationsprozess und sozialer Teilhabe. Ihre Arbeit wird betreut von Prof. Dr. Pao-Yu Oei vom Fachgebiet Energie- und Umweltmanagement an der Europa Universität Flensburg (EUF)
  • Marlin Arnz: Die Dekarbonisierung des Transportsektors ist eine große Herausforderung, die sowohl verhaltensorientierte, als auch technologische Strategien bedarf. Wie wird unsere Mobilität und deren Energiebedarf im erneuerbaren, integrierten Energiesystem aussehen und wie kommen wir dort hin? Seine Arbeit wird betreut von Prof. Dr. Christian von Hirschhausen an der Technischen Universität Berlin, Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik (WIP).
  • Ricardo Reibsch forscht an neuen Anwendungen für Speichertechnologien. Im Fokus steht die Rolle dezentraler Batteriespeichersysteme zum Gelingen der Energiesystemwende in Niederspannungsnetzen unter Einbeziehung von Elektromobilität und elektrischen Wärmeerzeugern. Seine Arbeit wird betreut von Prof. Dr.-Ing. Julia Kowal vom Fachgebiet Elektrische Energiespeichertechnik am Institut für Energie und Automatisierungstechnik an der Technischen Universität Berlin. Hier ein Posterbeitrag zu Ricardos Themenfeld.

Das Kernteam des Kollegs wird ergänzt durch ein assoziiertes Mitglied, welches seine Promotion ebenfalls zu den Facetten der EnergieSystemWende schreibt. Er ergänzt unser Themenschwerpunkt und arbeitet inhaltlich an Projekten mit uns zusammen.

  • Nikolas Klausmann: Im Rahmen seines Promotionsvorhabens an der Humboldt Universität zu Berlin befasst er sich aus rechtswissenschaftlicher Sicht mit neuen kleinen Akteuren des Energiesektors und ihrem Zugang zu den Märkten der Elektrizität. Dabei nimmt er auch besonders auf aktuelle Entwicklungen im Europäischen Recht und deren Einfluss auf die nationale Rechtsordnung Bezug. Ebenfalls betrachtet er aus rechtlicher Sicht solche Informationstechniken (z.B. Blockchain-Technik), welche die marktseitige Kommunikation für solche Akteure im Rahmen neuer Geschäftsmodelle, beispielsweise lokalem peer-to-peer Handel, erst skalierbar und sicher ermöglichen sollen. Die Arbeit wird betreut von Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski.

 

Das Team


Das Team des Graduiertenkollegs bilden Marlin Arnz, Anya Heider, Alexandra Krumm, Ricardo Reibsch und Philipp Blechinger als Koordinator des Kollegs. Die Promovierenden erhalten jeweils Stipendien der Reiner Lemoine Stiftung.

Kontakt:

RLS-Graduiertenkolleg EnergieSystemWende   
c/o Reiner Lemoine Institut
Rudower Chaussee 12, 12489 Berlin

Telefon: +49 30 1208 434 90
E-Mail: philipp.blechinger@rl-stiftung.de

www.reiner-lemoine-stiftung.de/kolleg

Netzwerk

Die Transformation des Energiesystems hat höchste energiepolitische Priorität. Das Graduiertenkolleg wird daher unterstützt und begleitet von einem Netzwerk von Mentor:innen. Es setzt sich zusammen aus Expertinnen und Experten, die sich im Rahmen ihrer jeweiligen Arbeit mit den theoretischen und praktischen Facetten der EnergieSystemWende befassen. Das Netzwerk fördert den Dialog zwischen diesen Akteuren und soll so zu einer anwendungsnahen Forschung und lösungsorientierten Energiepolitik beitragen.  

Ziel des Netzwerkes ist der transdisziplinäre Austausch zu den nötigen Weichenstellungen ins Erneuerbare Energiesystem. Folgende Mitglieder bilden den Kern des Netzwerkes, das sich zusätzlich in einem kontinuierlichen Erweiterungsprozess befindet.

Vertreter:innen von Instituten, Unternehmen und Verbänden

Gutachter:innen

  • Gabriela Hug, Power Systems Laboratory der ETH Zürich
  • Pao-Yu Oei, Fachgebiet Energie- und Umweltmanagement an der Europa Universität Flensburg (EUF)
  • Christian von Hirschhausen, Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik (WIP) an der Technischen Universität Berlin
  • Julia Kowal, Fachgebiet Elektrische Energiespeichertechnik am Institut für Energie und Automatisierungstechnik an der Technischen Universität Berlin

Expert:innen des Reiner Lemoine Instituts

Ehemalige Stipendiat:innen der RLS

Vertreter:innen der Stiftungsgremien

Netzwerkpartner

Impulspapier: Weichenstellungen ins Erneuerbare Energiesystem

Impulspapier: Weichenstellungen ins Erneuerbare Energiesystem

Das Ende des Konventionellen Energiesystems ist längst eingeleitet. Die Energiewende als gesellschaftspolitisches Projekt ist eingeleitet. Aber Systemkonflikte rücken mehr und mehr in den Vordergrund und erschweren die Erreichung der Klimaziele. Daher ist es Zeit für ein neues energiepolitisches Projekt. Es gilt das Zielmodell des Erneuerbaren Energiesystems ins Visier zu nehmen und das damit verbundene energiepolitische Transformationsprojekt EnergieSystemWende umzusetzen.

Damit diese EnergieSystemWende gelingen kann, müssen die richtigen Weichen gestellt werden. Die Bundestagwahl 2021 bietet eine Chance für den Neustart der Energiepolitik. In einem Impulspapier des EnergieSystemWende-Kollegs der RLS haben wir die Themenkomplexe Flexibilität, Speichertechnologien, Soziale Teilhabe und Erneuerbare Mobilität näher beleuchtet. Aus den Anforderungen, die sich in diesen Bereichen aus dem Zielmodell des Erneuerbaren Energiesystems ergeben, haben wir elf Weichenstellungen herausgearbeitet, die aus unserer Sicht im Wahljahr 2021 weit oben auf der politischen Agenda stehen müssen.

Hier gibt es eine kurze Zusammenfassung des Impulspapiers.

Weichenstellungen ins Erneuerbare Energiesystem – EnergieSystemWende im Wahljahr 2021

Wie gelingt der Aufbruch ins Erneuerbare Energiesystem? Welche Weichen sind in der kommenden Legislaturperiode zu stellen? Das waren die zentralen Fragen der virtuellen Diskussionsrunde mit fünf Energiepolitiker*innen im Deutschen Bundestag und Claudia Kemfert. Die wichtigesten Aussagen haben wir in einem Mitschnitt zusammengefasst.



Medienpartner

bizz       erneuerbare energien